MAG+S – Reflexion & Hoher Besuch

Nachdem mit der morgigen Hl. Messe im Colegio Javier in Clayton, Panama „MAG+S 2019“ in Zentralamerika offiziell zu einem Ende kommen wird, bedurfte es heute einer Reflexion des Erlebten. Durch das gestrige Fest der Kulturen, bei dem die Vertreter*innen der Teilnehmerländer ihre kulturelle Vielfalt, ihre geschichtlichen Reichtum und sowohl ihr musikalisches als auch tänzerisches Talent unter Beweis stellten, war es nur allzu angemessen, dass wir den heutigen Tag etwas gelassener angingen. Die erste Gebetseinheit des Tages, angeleitet vom Jesuiten und Musiker aus Chile Cristobal Fones ließ dabei schon erahnen, was uns Abends beim Konzert desselben erwarte würde…

Für die Reflexion unserer MAG+S-Erfahrung in den einzelnen Teilnehmerändern von MAG+S 2019 – in unsrem Falle Guatemala – fanden wir uns in unseren Experiment-Kleingruppen zusammen. Auf Basis einiger Reflexionsfragen sowie des Evangelien-Textes vom „Gang der beiden Jünger nach Emmaus“ (Lk 24, 13-35) wollten wir die Begegnungen, Erlebnisse, Herausforderungen, inneren Widerstände, Momente der Freude und Gemeinschaft im Lichte Gottes meditieren und betrachten. Der Versuch, „Gott in allen Dingen zu finden“ bekommt in dieser Meditation ein ganz konkretes, praktisches Antlitz. Berührt hat mich dabei vor allem die Offenheit der jungen Pilger, als auch das offensichtliche freundschaftliche Band, das in unserer Experiment-Gruppe entstanden und gewachsen ist. Dass dabei reichlich Freuden-Tränen flossen, war nur allzu verständlich! Der gemeinsame Austausch über unsere Eindrücke und Gefühle mündete letztlich in einem Poster, das wir gemeinsam gestalteten.“Team Deutschland“ fand sich schließlich nachmittags auch nochmal zum Austausch in der Muttersprache zusammen…

Am Abend erwartete uns „Hoher Besuch“: P. Arturo Sosa SJ, der Generalobere der Jesuiten stattete uns einen Besuch ab und lud uns MAG+S-Pilger zu einem „Austausch“ ein. Die 600-Leute-fassende Kapelle des Colegio war im Nu berstend voll, die Neugierde auf den Priester und Politikwissenschafter aus Venezuela deutlich spürbar. Nach einem kurzen Bericht jeweils eines Vertreters aus den Teilnehmerländern von MAG+S – Panama, Guatemala, Costa Rica, Nicaragua, Honduras und El Salvador – sprach P. Sosa von „10 Herausforderungen der heutigen Zeit“. Er unternahm damit den Versuch, die drängendsten „Zeichen der Zeit“ (2. Vatikanisches Konzil) zu nennen, und die Situation der katholischen Kirche hier entsprechend einzuordnen. Dass dabei das Thema „Missbrauch“ – vor allem im lateinamerikanischen Kontext! – ein zentrales Thema werden musste, war wohl allen klar. Entsprechenden Applaus erntete der Generalobere auch für seine Position zum Thema „Stellung der Frauen in der Kirche“. P. Sosa verwendete dazu das Bild des Leibes, das es besser zu verstehen bedürfe: Christus als Haupt überragt alle(s), während alle „Einzel-Glieder“ dieses Leibes gleichermaßen gebraucht würden und wichtig seien. Dabei strich er aber auch heraus, dass an diesem Leib jeder seinen Platz habe; eine Hand wäre nunmal kein Bein, oder Fuß. Nur „komplett“ und mit gut funktionierende Gliedern bildeten die Einzelglieder einen gesunden Leib!

Mit einem Konzert des chilenischen Jesuiten und Musikers Cristobal Fones konnte der Tag verhältnismäßig ruhig und angemessen ausklingen…

Sebastian, 32, aus Salzburg/Österreich

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